Junge Filmbeschreiber

Jeannine Seeger Kultur, Projekte in Deutschland

Wie und mit welchen sprachlichen Mitteln können und müssen Bilder beschrieben werden, damit auch Menschen mit Sehbehinderung sich ein 'Bild' machen können?

Mit dieser Frage setzen sich die Teilnehmenden in den Workshops des Projekts „Junge Filmbeschreiber“ auseinander. Die Jugendlichen besuchen dabei selbst eine Schule mit Förderschwerpunkt „Sehen“.
Für sie ist es oft das erste Mal, dass sie mit künstlerisch anspruchsvollen Dokumentarfilmen für Kinder und Jugendliche in Berührung kommen.

Für die Jugendlichen eröffnen sich neue filmische und sprachliche Welten.

In mehrtägigen Workshops erarbeiten die jungen Menschen in kleinen Gruppen unter professioneller Leitung die Audiodeskription für die kurzen Dokumentarfilme. An den darauf folgenden Tagen wird der zur Beschreibung ausgewählte Film gesichtet und besprochen. Dabei soll den Projektteilnehmenden deutlich werden, dass eine Deskription nie neutral ist, sondern immer Interpretationen beinhaltet: Die Auswahl an Informationen bestimmt das Ergebnis des Hör-Bildes.
Darüber hinaus erfahren die Teilnehmer, wie man Beschreibungen an den Dialogverlauf und an Geräusche anpasst. Mit diesem Wissen wird eigenständig eine Audiodeskription erarbeitet, die am vorletzten Tag gemeinsam besprochen und überarbeitet wird.

Während des aktuellen Projektes werden für zwei Filme Bildbeschreibungen erarbeitet und eingesprochen. Mit den Erfahrungen aus den Workshops wird ein Leitfaden erstellt, mit dem Vereine und Initiativen ähnliche Gruppenarbeiten durchführen können.

Das Projekt wird durchgeführt von doxs! – der Jugendsektion der Duisburger Filmwoche.

Die Workshops werden finanziert von der 

      und der      .

Die Erstellung der Broschüre wird unterstützt von der BVO-Stiftung Offenbach a. M.

Wir danken für die Unterstützung.

Weitere Informationen und Eindrücke aus den bisherigen Workshops:
https://www.do-xs.de/doxs-schule/integration-inklusion/