Chancen schaffen in Kenia

Jeannine Seeger Bildung, Projekte der internationalen Zusammenarbeit

Er war der erste in seiner Familie, der zur Uni gehen konnte und einen Abschluss schaffte. Dabei hatten seine Familie, seine Freund und sein Dorf ihm diesen Erfolg am wenigsten zugetraut. Paul wurde blind geboren, sein Schulbesuch und das Hochschuldiplom bedeuteten einen harten Kampf für ihn. Heute ist er selbst Lehrer an einer Schule im Westen Kenias und er möchte seinen Mut und seine Kraft an seine Schüler weitergeben.
Paul ist ein Vorbild für die Kinder, die er unterrichtet, und eine bekannte Persönlichkeit in der Region, da er sich für die Belange aller Menschen mit Sehbehinderungen einsetzt. Dazu braucht er ebenfalls Unterstützung und die fand er bei der kenianischen Nichtregierungsorganisation Salus Oculi Kenya (SOK) und ihrem Partner, dem Deutschen Blindenhilfswerk.

In den kommenden 18 Monaten verbessern wir die Chancen der jungen Menschen auf ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben.

Gemeinsam mit unserem kenianischen Partner Salus Oculi Kenya (SOK) bauen wir ein Gebäude mit Klassenraum und Bücherei und richten es nicht nur mit Möbeln, sondern auch mit Hilfsmitteln ein. Mit Braille-Maschinen, sprechenden Taschenrechnern und Lupen können diese Kinder dann gleichberechtigt neben ihren sehenden Mitschülern im Unterricht sitzen und genauso eifrig lernen. Zusätzlich werden Lehrer und Eltern im Umgang mit jungen Menschen mit Sehbehinderungen geschult. Kühe als Einkommen schaffende Maßnahme sichern genauso wie die Unterstützung des kenianischen Ministeriums die Nachhaltigkeit des Projekts: Der Verkauf der Milch und die Schulgebühren decken die laufenden Kosten des Förderzentrums.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert das Projekt. Von den 215.000  Euro übernimmt das BMZ 75%; den Rest muss das DBHW als Eigenanteil beisteuern.

Für den Eigenanteil sind wir auf private Spenden und damit auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Ohne das Förderzentrum sind die blinden und sehbehinderten Kinder vom Unterricht  nahezu ausgeschlossen. Mit der Bildung bleibt ihnen auch der Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt. Ohne diese Voraussetzungen fehlt ihnen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.

Das Förderzentrum in Kilgoris ist nun das achte Projekt, welches das Deutsche Blindenhilfswerk in Angriff nimmt. Durch unsere Hilfe, gemeinsam mit Salus Oculi Kenya, konnten viele Kinder und Jugendliche in den vergangenen Jahren ihre Chance nutzen.

Lesen Sie selbst die Geschichten zweier blinder Lehrerinnen, Riziki und Mary, und des blinden Politikers Joseph!

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