Hilfe für geflüchtete Rohingya in Bangladesch

Simone Henzler Blindheitsverhütung, Projekte der internationalen Zusammenarbeit

Soforthilfe für das Augenlicht!

Seit August 2017 sind Hundertausende staatenlose Rohingya, eine muslimische Minderheit in Myanmar, vor den Auseinandersetzungen mit dem Militär ins benachbarte Bangladesch geflohen. Die Menschen haben wegen gewaltsamer Übergriffe das Land verlassen; Angehörige und Freunde wurden umgebracht oder misshandelt. Die Flucht selbst war nur bei Nacht möglich, tagsüber versteckten sie sich vor möglichen Verfolgern.

Die Zahlen der Geflüchteten – unter ihnen viele Kinder, Frauen und alte Menschen – schwanken. Die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen spricht von über 647.000 Rohingya (Stand Februar 2018), die nun in Bangladesch in der Region um die Stadt Cox's Bazar leben. Bangladesch ist selbst eines der ärmsten Länder der Welt. Doch gemeinsam mit vielen Internationalen und Nichtregierungsorganisation laufen die Anstrengungen der lokalen Behörden, um die Menschen dort zu versorgen.

Unsere Partnerorganisation CRUD in Bangladesch ist nun die erste Initiative, die sich um die augenheilkundliche Versorgung der Geflüchteten kümmert.

Auf ihrer Flucht wurden die Menschen auch an den Augen verletzt. Nun leben sie in schlecht gebauten Hütten und kochen mit Feuerholz: Der Rauch verursacht leicht eine Bindehautentzündung. Diese Probleme verschlimmern die Situation der Menschen. CRUD plant, in Absprache mit der lokalen Verwaltung des Camps und anderen Nichtregierungsorganisationen, die konservative Behandlung von Augenkrankheiten im Flüchtlingslager.

Innerhalb von sechs Monaten werden 100.000 Patienten untersucht und mit Medikamenten behandelt.

CRUD lagert  die benötigten Instrumente in der Region um Cox’s Bazar. Eine angestellte Krankenschwester wird die Menschen im Lager vorab untersuchen. Mehrmals im Monat fliegt dann ein Team aus Augenärzten von Dhaka aus in die Region und behandelt die Menschen. Alle Augenärzte in Bangladesch arbeiten ehrenamtlich und verzichten auf jegliche Entschädigung – um möglichst viele Menschen versorgen zu können.

In der Region gibt es eine kleine Einrichtung, die eine grundlegende Versorgung in allen dringend benötigten medizinischen Bereichen bietet – außer in der Augenheilkunde. In dem alten Lager leben etwa 26.000 geflüchtete Rohingya schon seit 26 Jahren. Für sie gibt es eine grundlegende Versorgung mit Lebensmitteln und sogar eine Schule. Doch für die große Zahl neuangekommener Menschen muss alles vergrößert und neu begonnen werden. Helfen Sie mit!