Eine Augenabteilung für 800.000 Menschen

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Am 11. Dezember kehre ich, Projektleiterin beim Deutschen Blindenhilfswerk, von meiner Reise nach Kenia zurück, wo ich den Baubeginn unseres nächsten entwicklungspolitischen Projekts besuchen werde: Eine Augenabteilung in Longisa, 250 km von Nairobi entfernt.

Gerne besuche ich Sie in Ihrer Redaktion, um von meinen Eindrücken zu berichten – eine spannende Geschichte kurz vor Weihnachten. Denn fehlendes Augenlicht bedeutet häufig eine verminderte Erwerbsfähigkeit. Umgekehrt leistet das Deutsche Blindenhilfswerk (DBHW) somit eine  Unterstützung zur Minderung der Armut in der Region.

Das Projekt

Kofinanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bauen wir seit dem 1. November 2014 eine Augenstation im Distriktkrankenhaus der Stadt. Bis Ende 2016 wird der Bau und dessen Einrichtung inklusive Instrumenten und Medikamenten abgeschlossen sein. So können dann ca. 800.000 Menschen, darunter 6.000 Blinde und 15.000 Sehbehinderte, augenheilkundlich versorgt werden. Die Menschen in der Region leben häufig von Landwirtschaft und Viehzucht, in erster Linie in Subsistenzwirtschaft. Daher sind gerade sie auf ihre Sehkraft und eine bezahlbare medizinische Versorgung angewiesen.

Hintergrund

Weltweit sind 39 Millionen Menschen blind und 285 Millionen sehbehindert. Davon leben 90% in Entwicklungsländern – unter ihnen sind zwei Drittel Mädchen und Frauen. Wiederum 80% dieser Fälle könnten behandelt oder vermieden werden. Deshalb ist das DBHW beim Ausbau der  augenheilkundlichen Versorgung in Entwicklungsländern aktiv und leistet so einen Beitrag zur Vision 2020 der Weltgesundheitsorganisation.