Transparenz

Transparenz schafft Vertrauen

Anfang 2010 haben sich mehrere Dachverbände des gemeinnützigen Sektors auf Initiative von Transparency International (Sektion Deutschland) unter federführender Begleitung des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) auf eine Selbstverpflichtung in 10 Punkten verständigt. Die Verbände folgen damit freiwillig einer Praxis, die seit Januar 2007 für Kapitalgesellschaften verpflichtend ist.

Die Unterzeichner der “Initiative Transparente Zivilgesellschaft” verpflichten sich, nach einem bestimmten Format offen zu legen, welche Ziele ihre Organisation verfolgt, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden und wer darüber entscheidet. Auch das Deutsche Blindenhilfswerk bindet sich gern in diese Selbstverpflichtung ein und veröffentlicht die nachfolgend genannten Punkte.

Wichtig: Diese Erklärungen und Informationen konkurrieren nicht mit dem DZI-Spendensiegel. Dieses Siegel verleiht das DZI nach wie vor auf Grund einer sehr detaillierten jährlichen Prüfung. Die Initiative Transparente Zivilgesellschaft soll dagegen weitaus mehr Organisationen einbinden als “nur” diejenigen, die das DZI-Spendensiegel erhalten. Diese Veröffentlichung hier soll potenziellen Spendern sowie einer Öffentlichkeit allgemein leicht Vergleiche ermöglichen; daher ist eine einheitliche Form entwickelt worden.


1. Name, Sitz, Anschrift, Gründungsjahr

Deutsches Blindenhilfswerk e.V.
Schulte-Marxlohstr. 15
47169 Duisburg

Telefon: 0203 / 35 53 77
Telefax: 0203 / 37 62 39
E-Mail: info@blindenhilfswerk.de
Internet: www.blindenhilfswerk.de

Gründungsjahr: 1961


2. Satzung

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Selbstverständnis

Das Deutsche Blindenhilfswerk (DBHW) wurde 1961 gegründet. Im Unterschied zu Selbsthilfegruppen wie den lokalen Blinden- und Sehbehindertenvereinen unterstützt das DBHW nicht die eigenen Mitglieder, sondern hilfebedürftige blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland, Osteuropa, Ost- und Westafrika sowie vereinzelt in Asien und Mittelamerika.

Das DBHW ist nach seinem Selbstverständnis subsidiär tätig; es tritt dort helfend ein, wo öffentliche Hand oder soziale Sicherungssysteme wie Krankenkassen nicht (mehr) helfen können oder möchten. Das DBHW hat im Gegensatz zu Blindenvereinen auf Orts-, Landes- oder Bundesebene kein imperatives Mandat. Es kann nicht im Namen oder Auftrag blinder Menschen Erklärungen abgeben.

Rechtsstruktur des DBHW

Das DBHW ist ein eingetragener Verein; es hat folgende Organe:

Die Mitgliederversammlung (MV) ist das höchste Beschluss fassende Organ.

Der Vorstand besteht aus bis zu drei Personen, von denen eine den Vorsitz wahrnimmt. Sie leitet die Gesamtarbeit des DBHW und vertritt es nach außen. Der Vorstand wird von der MV für fünf Jahre gewählt.

Der Verwaltungsrat hat folgende Aufgaben:

  • Beaufsichtigung und Unterstützung der Tätigkeit des Vorstands
  • Überprüfung der Jahresbilanz
  • Genehmigung des Haushaltsplans
  • Der Verwaltungsrat wird für drei Jahre von der MV gewählt
Geschäftsstelle

Die Mitarbeiterschaft der Geschäftsstelle führt die Vorstandsbeschlüsse aus. Tätig sind zwei hauptamtlich beschäftigte Mitarbeiterinnen, unterstützt von mehreren Aushilfen. Die Vorstandsbeschlüsse sowie deren Ausführung durch die Geschäftsstelle werden von zwei von der MV gewählten Personen auf ihre Satzungskonformität hin geprüft. Daneben prüft ein Wirtschaftsprüfunternehmen die Tätigkeit des DBHW. Das seit 1992 vom DZI vergebene Spendensiegel zur Attestierung einer geprüften Spendenwürdigkeit erhält das DBHW von Anfang an lückenlos.


3. Freistellungsbescheid

Der letzte dem DBHW zugegangene Freistellungsbescheid des Finanzamts Duisburg-Hamborn datiert vom 19.11.2015.
Dieser stellt fest, dass die “Körperschaft nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer befreit (ist), weil sie ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken im Sinne der §§ 51 ff. AO dient.”

Die Körperschaft ist berechtigt, für Spenden, die ihr zur Verwendung für diese Zwecke zugewendet werden, Zuwendungsbestätigungen nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck (§ 50 Abs. 1 EStDV) auszustellen.


4. Die Entscheidungsträger

Vorstand:
  • Dr. Hans Joachim Blumbach, Augenarzt i.R. (Vorsitzender)
  • Frau Heike Maus, Dezernat des Oberbürgermeisters, Referat Repräsentation und Internationale Kontakte, Duisburg
  • Dr. Stephan Irle, Facharzt für Augenheilkunde und Chirurg aus der Augenklinik in Duisburg-Walsum

Alle Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Sie erhalten keine Sitzungsgelder und keine Aufwandsentschädigungen.

Verwaltungsrat:
  • Frau Regine Hauch, freie Journalistin (Sprecherin)
  • Herr Dirk Eckey, Direktor Vermögensverwaltung in der HSBC Trinkaus + Burkhardt AG Düsseldorf
  • Herr Christoph Usler, Konrektor der Johanniterschule, Förderschwerpunkt Sehen, Duisburg
  • Frau Dr. Claudia Kleinert, Fachbereichsleiterin  für den Bereich Kultur, Geschichte und Philosophie an der VHS Duisburg
  • Herr Frank-Michael Rich, Medizin-Recht-Agentur
  • Herr Ingo Köller, Bankkaufmann, London
  • Herr Dr. Werner Neyen, Anwalt und Notar, Duisburg

Alle Verwaltungsratsmitglieder sind ehrenamtlich tätig, erhalten keine Zuwendungen und keine Aufwandsentschädigungen.

Der Verwaltungsrat genehmigt nach Vorschlag des Vorstandes den Haushalt und berät den Vorstand in allen relevanten DBHW-Angelegenheiten. Höchstes Beschluss fassendes Organ ist die Mitgliederversammlung. Die Funktionen sind detailliert in der Satzung beschrieben. Die wichtigsten sind die Wahl der Gremien und die Entlastung des Vorstands. Die Mitgliederversammlung tagt mindestens einmal jährlich.

Die Geschäftsführung liegt bei Projektleiterin Simone Henzler, tätig seit 2013.
Die Arbeiten des Sekretariats und der Projektassistenz nimmt Jeannine Seeger wahr (seit 2017).
Als Buchhalterin arbeitet Gisela Später seit 1992 in der Geschäftsstelle.


5. Rechenschaftsbericht


6. Personalstruktur

Hauptberuflich Tätige: 2
Geringfügig Beschäftigte: 5
Ehrenamtlich Tätige: 10

Ehrenamtlich tätig sind die drei Mitglieder des Vorstands und die sieben Mitglieder des Verwaltungsrats.


7. Mittelherkunft

Einnahmen 2017
Beiträge 375,00
Barspenden 315.312,38
Sachspenden 184.651,48
Geldauflagen 4.150,00
Nachlässe 111.013,14
BMZ-Zuwendungen 106.869,03
Zuwendungen von gemeinnützigen Organisationen 5.500,00
Nichtverbrauchte Spendenmittel des Geschäftsjahrs 0,00
Sonstige 12.439,63
Wertpapiere 8.583,49
Zinsen 2.123,38
Erträge aus Auflös. aus Wertberichtigungen 0
SUMME 751.017,53

8. Mittelverwendung

Ausgaben 2017
Projektausgaben
Aufwendungen 467.555,73
Sonstige Sachausgaben 12.114,63
Personal 85.860,08
Total 565.530,44
Werbung/Öka
Aufwendungen 69.439,01
Sonstige Sachausgaben 1.936,24
Personal 10.955,79
Total 82.331,05
 
Vermögensverwaltung 6.700,69
 
Verwaltung
Sachausgaben 37.869,67
Personal 22.268,84
Total 60.138,52
 
Ausgaben TOTAL 714.700,69

Jahresüberschuss/

-fehlbetrag

36.316,84

9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten

nicht zutreffend


10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zuwendung mehr als 10 % unserer Jahreseinnahmen ausmachen.

nicht zutreffend